Die Schönredner der HTWG Konstanz – Kommunikation(design)?

4 Kommentare

0Es war wieder eine  Borahm Aktion, aber ich wäre nicht Borahm, wenn ich nicht sagen würde, wie die Dinge sind. Mein Studiengang Kommunikationsdesign an der HTWG versucht verstärkt Public Relation zu betreiben und Studenten bei Publikationen/Wettbewerben zu unterstützen. Es wurde höchste Zeit und ich finde, das ist eine gute Sache. Das ist aufwendig und im Grunde schon eine Vollzeitstelle, wenn unser Studiengang denn Geld hätte.

Kommen wir zur Sache. Unser Blog “Platte – Blog des Studiengangs Kommunikationsdesign” veröffentlicht u.a. Arbeiten des Studiengangs und auch vom Leben auf dem Campus. Leider wurde ich von einer Mitarbeiterin des Studiengangs gezwungen, meinen Blogeintrag auf deren Seite über einen Professor zu entfernen – er wurde einfach gelöscht (Hier der selbe Blogeintrag auf meiner Seite). Die Begründung: Es würde unserem Studiengang schaden und ach ja, der Professor Jahnke verändert sich eh nicht mehr…in seinen letzten Jahren, da seien die Bemühung vergebens.

Was für eine armselige Einstellung! Ganz abgesehen davon, dass Blogs ein überholtes Medium sind, versteht der Studiengang nicht, was dem Studiengang gut tut. An der BSU im US-Staat Indiana werden Studenten fürs bloggen bezahlt und unzensiert:

“Wir fanden, dass es offener und glaubwürdiger ist, um angehenden Studenten einen Einblick in das Campus-Leben zu geben.”

Mehr dazu im Spiegelartikel. Ehrlichkeit währt am längsten und wenn man anfängt zu zensieren, dann brauch man auch keinen Blog von und für Studenten machen. Am Anfang hieß es noch, jeder kann und darf schreiben was ermöchte. Ganz abgesehen davon, dass der Blog einfach nur scheiße ist. Kein Hinweis über die Autoren des Blogs, wer hier blogt, worüber und und und. Ich könnte die Liste endlos weiterführen…

Wirklich schade, aber ich werde in Zukunft stärker und kritischer über meine Hochschule und über meinen Studiengang bloggen.

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  • http://think-easy.eu Patrick

    Interessant ;-)
    Ist bei uns an der Uni aber auch nicht anders…wobei man natürlich Medizin nicht mit Kommunikationsdesign vergleich kann.
    Trotzdem wünsche ich mir persönlich auch mehr den Einsatz von “modernen” Mitteln.

  • http://www.borahm.de borahm

    Nicht nur der Einsatz von modernen Mitteln, sondern der richtige Einsatz!

  • jule

    Ich habe Deinen hier erwähnten Eintrag auf dem Blog Deiner (und meiner ehemaligen) Hochschule gerade eben im Feedreader entdeckt. Nun habe ich extra diesen Umweg auf Deine Seite genommen. Alles um Dir zu sagen, dass ich die Reaktion dieser Mitarbeiterin auf Deinen “Artikel” angemessen finde. Meiner Meinung nach fühlst Dich zu Unrecht auf den Schlips getreten. Deine Art, Dich nun hier auf Deiner eigenen Seite künstlich aufzublasen, finde ich schon fast wieder herzallerliebst. Man möchte Dich fast auf…nein verzeih in den Arm nehmen und trösten. Nun zur eigentlichen Sache: Nichts gegen Deine Meinung, ganz abgesehen davon ob ich sie teile oder nicht, darüber möchte ich mit Dir nicht diskutieren. Dir sollte aber klar sein, dass für dich als Gast-Autor auf einem Fremdblog Richtlinien und Regeln gelten, an die Du Dich zu halten hast. Das ist auf fremden Terrain nicht nur in der Realität so, sondern auch im Netz. Werden diese Regeln vorher nicht ausdrücklich festgelegt und publiziert, so liegt es an Dir, zu beobachten, zu analysieren und Dich zu fragen, wie – in diesem Fall- das entsprechende Fremdblog nach Aussen hin funktionieren soll. Wirken will. Dein Eintrag entsprach nicht der Corporate Identity/den Idealen des Betreibers und Eigentümers und musste daher weichen. Das ist wenig überraschend und das solltest Du weder persönlich nehmen, noch als Anlass sehen, hier weiter zu hetzen. Für Deine persönliche Meinung gibt es weiterhin einen Platz, den Dir keiner nehmen und verbieten kann und wird: DEINE Seite. Hier steht DEIN Artikel stellvertretend für DICH und signalisiert allen Lesern: Das ist die Meinung von Borahm. Man findet Impressum und Kontaktdaten und kann Dich klar identifizieren und/oder direkt ansprechen. Diskussionen zum Thema können in DEINEN Kommentaren statt finden. Diese Argumente führst Du selbst auf und deswegen denke ich, müsste Dir eigentlich auch schon klar sein, um was es letztendlich geht. Die von dir empfundene Zensur hat also nichts mit Schönreden von Seiten Deiner FH zu tun, sondern vielmehr mit der Tatsache, dass deine persönliche Meinung/Rezension auf dieser Seite, auf der sonst eher allgemeine und oberflächlich gehaltene Themen wie Wettbewerbstermine und dergleichen, so wirkt, als sei es die Meinung ALLER Studenten oder gar der Hochschule selber. Nichts gegen die freie Meinungsäusserung. Solange man gekonnt damit umgeht und nicht vehement darauf pocht, wenn man selbst einmal das nötige Feingefühl für die Anliegen anderer beim anmelden an der Tür liegen lassen hat. »Weil´s geht.« oder »Weil ich´s kann.« ist nicht immer die richtige Antwort. Jedenfalls nicht auf Fremdblogs.

  • http://borahm.de borahm

    Hallo Jule,

    ich gebe dir Recht. Dennoch verstehst du nicht den Kernpunkt. In der Tat habe ich mich an die Richtlinien des Blogs zu halten, auch wenn dort keine stehen?!. In diesem Blog, so hieß es am Anfang, dürfte jedoch jeder was reinschreiben. Das dort überwiegend nur oberflächlich gepostet wird, liegt eher daran, dass kein Interesse von den Studenten besteht dort zu bloggen. Die Mitarbeiterin hatte ja auch nichts dagegen, dass ich dort was “persönliches” gepostet habe, sondern dass ich dort negative Kritik geschrieben habe. Deswegen rede ich auch von schön reden. Der Blog war ursprünglich nicht nur für “Allgemeine” Dinge gedacht, ich erinnere mich noch wage an die erste Email.

    Lange Rede kurzer Sinn, wenn es denen nicht gefällt und in deren Blog nicht passt, dann dürfen und sollen sie meinen Beitrag löschen und mich solche Beiträge nicht mehr posten lassen.

    Dennoch fehlen dem Blog Richtlinien, Transparenz, was wollen wir mit dem Blog erreichen, wer postet hier (Schön finde ich übrigens den Kommentar, dass es technisch nicht möglich ist, die sind einfach nur zu faul ein wenig zu googlen, klar ist das ohne weiteres möglich) und wenn hier “zensiert” bzw. moderiert wird wird, dann soll das klar geschrieben werden, aber dann wird hier erst Recht keiner was schreiben und der Blog wird wie viele Blogs einfach untergehen! Was soll mir als angehender Bewerber dieser Blog sagen? Wettbewerbstermine für angehende Studenten?Bücher? Er soll für den Studiengang werben, wie mir gesagt wurde? Das macht man anders! Sorry, aber der Studiengang hat noch weniger Ahnung von Marketing als ich… Ach übrigens, die Mitarbeiterin des Blogs schreibt in einigen Beiträgen vorher, dass der Blog eben nicht moderiert wird. Also was nun?

    Ich halte mich von dem Blog fern und werde bei mir weiter bloggen, was wohl das Beste ist. Dennoch habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, kritisch über den Studiengang und meine Hochschule zu schreiben. Es gibt viele gute Dinge an dieser Hochschule. Angefangen mit den meisten hochmotivierten Professoren (nicht ironisch gemeint) aus unserem Studiengang und vielen tollen Projekten, aber eben auch negatives.

    Ich nehme so etwas überhaupt nicht persönlich, ich diskutiere gerne und finde deinen Kommentar sehr lobenswert und sachlich. Aber wenn unser Studiengang schon modern sein will, dann sollte man versuchen, das bitte auch richtig zu machen. Auf der EIGENEN Homepage wird nicht mal auf den Blog verwiesen. Wie soll man den Blog dann finden?Als Bewerber? Wirklich unverständlich, wozu der Blog sein soll…